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Warum eine Legionellenprüfung wichtig ist
Trinkwasseruntersuchungen klingen für viele nach Technik, Normen und Paragraphen. Das ist sicher nicht falsch, doch in der Realität geht es um etwas sehr Konkretes: Gesundheit. Menschen sollen sich auf die Trinkwasserqualität in Deutschland verlassen und sicher leben können.
Legionellen kommen natürlich im Wasser vor. Kritisch wird es, wenn sie ideale Bedingungen finden: lauwarme Temperaturen, Biofilm an den Rohrwänden, Stagnationswasser. Dann steigt die Konzentration – und mit ihr das Risiko für schwere Lungenentzündungen, vor allem bei älteren oder vorerkrankten Menschen.
Eine regelmäßige Trinkwasseruntersuchung auf Legionellen ist deshalb mehr als ein „Papier für die Akte“.
Die Trinkwasseruntersuchung nach TrinkwV
schafft klares Bild über den Zustand Ihrer Trinkwasserinstallation
zeigt, ob der Maßnahmenwert der Trinkwasserverordnung eingehalten wird
hilft, Pflichten als Betreiber, Eigentümer und Verantwortliche sicher zu erfüllen
Kurz gesagt: die gesetzlich vorgeschriebenen Trinkwasseruntersuchung schafft und garantiert Sicherheit – für die Menschen und für alle, die Verantwortung tragen.
Siehe auch: Legionellen: was tun? - Checkliste mit Sofortmaßnahmen
Überblick: Trinkwasseruntersuchung
Regelmäßige Analysen sind Vorschrift für Trinkwasser-Großanlagen
Die Untersuchungen zeigen deutlich, ob Ihre Installation hygienisch stabil läuft – oder ob Handlungsbedarf besteht.
Klar strukturierter Ablauf: Planung, Probenahme, Labor, Bewertung.
Wer muss eine Trinkwasseruntersuchung machen?
Wann eine Trinkwasseruntersuchung notwendig ist und welche Trinkwasseranlagen beprobt werden müssen – das alles regelt die Trinkwasserverordnung.
Prüfen lassen müssen vor allem Betreiber von sogenannten Großanlagen zur Trinkwassererwärmung, in denen Wasser gewerblich oder öffentlich bereitgestellt wird – etwa in Mehrfamilienhäusern mit zentralem Warmwasser, Wohnanlagen, Hotels, Pflegeeinrichtungen, Schulen oder Sportstätten.
Das Gesetz schreibt regelmäßige Legionellenprüfungen für Großanlagen vor. Das betrifft alle zentralen Trinkwassererwärmer (Warmwasserspeicher), die mehr als 400 Liter speichern oder mehr als 3 Liter Leitungsinhalt bis zur entferntesten Entnahmestelle aufweisen.
Wer darf Trinkwasser untersuchen?
Trinkwasseruntersuchungen auf Legionellen dürfen in Deutschland nur von dafür zugelassenen Untersuchungsstellen durchgeführt werden. Achten Sie darauf, dass die DAkkS das beauftragte Labor nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert hat und eine offizielle Zulassung als Trinkwasseruntersuchungsstelle nach Trinkwasserverordnung besitzt.
Wichtig sind außerdem nachweisbare Erfahrung mit Legionellenuntersuchungen, geschulte Probennehmerinnen und Probennehmer sowie eine klare, verständliche Berichterstattung.
So stellen Sie sicher, dass Ihre Untersuchungsergebnisse fachlich belastbar sind und von Gesundheitsämtern und Behörden anerkannt werden.
Welche Trinkwasseruntersuchungen gibt es?
Und warum wir hier über Legionellen sprechen
Unter „Trinkwasseruntersuchung“ fallen ganz unterschiedliche Prüfungen: Von der allgemeinen mikrobiologischen Kontrolle (z. B. Gesamtkeimzahl, coliforme Bakterien) über chemische Parameter wie Metalle oder Nitrat bis hin zu speziellen Untersuchungen bei Eigenbrunnen oder Neubauten.
In der Praxis stehen Legionellen jedoch im Mittelpunkt, weil sie in zentralen Warmwasseranlagen gesetzlich besonders geregelt sind und schon ab Erreichen des Maßnahmenwertes von 100 KBE/100 ml eine klare Maßnahmenpflicht auslösen.
Genau deshalb konzentrieren wir uns in diesem Artikel auf die Trinkwasseruntersuchung auf Legionellen – sie ist für viele Betreiber der entscheidende Baustein, um Trinkwasserhygiene, Gesundheitsschutz und rechtliche Sicherheit zu gewährleisten.
Wie funktioniert eine Trinkwasseruntersuchung auf Legionellen?
Bestandsaufnahme und Planung
Unabhängige Fachleute klären zuerst, ob Sie Ihre Anlage überhaupt prüfen müssen. Sie machen sich ein genaues Bild von Ihrem Gebäude: Handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus, eine Wohnanlage, ein Hotel oder ein Bürogebäude? Wie erzeugen Sie das Warmwasser – mit einem Speicher, mehreren Speichern oder Durchlauferhitzern? Wo verlaufen lange Leitungen?
Vor Ort kontrollieren die Experten zudem, ob zulässige Probenahmeventile vorhanden und richtig verbaut sind. Aus all diesen Informationen wird ein exakter Beprobungsplan erstellt.
Das Ziel: Nur die wirklich nötigen Stellen zu testen und dadurch Kosten zu sparen. Als Absicherung erhalten Sie direkt einen schriftlichen Nachweis über diese Prüfung für das Gesundheitsamt.
Probenahme
Im Labor werden die Proben gezielt auf Legionellen untersucht. Vereinfacht bedeutet das:
Begehung und Abgleich mit dem Beprobungsplan
Vorbereitung der Entnahmestellen (z. B. Entfernen von Brauseköpfen, wo es die Regelwerke vorsehen)
Entnahme von Wasserproben an den festgelegten Punkten
Messung und Dokumentation der Temperaturen
Die Proben werden in speziellen Gefäßen gesammelt, gekühlt transportiert und zeitnah im Labor untersucht. Für Sie als Betreiberin oder Betreiber ist dieser Termin vor allem eines: die Grundlage dafür, später belastbare Ergebnisse in der Hand zu halten.
Laboranalyse und Auswertung
Im Labor werden die Proben gezielt auf Legionellen untersucht. Vereinfacht bedeutet das:
Legionellen werden auf Nährmedien „angezüchtet“
die Anzahl wird in KBE pro 100 ml bestimmt
jeder Messwert wird der entsprechenden Entnahmestelle zugeordnet
Entscheidend ist der Vergleich mit dem Maßnahmenwert der Trinkwasserverordnung. Erst dieser Abgleich zeigt, ob Ihre Anlage unauffällig ist oder ob Pflicht und Bedarf für weitere Schritte bestehen.
Dauer & Ergebnisse
Wann Sie mit den Ergebnissen eines Legionellentests rechnen können
Wenn eine Untersuchung läuft, möchten viele verständlicherweise möglichst schnell wissen, ob alles in Ordnung ist. Gleichzeitig braucht die Laborarbeit etwas Zeit:
Die Proben treffen am Tag der Probenahme oder am nächsten Tag im Labor ein.
Es folgt eine mehrtägige Inkubationszeit mit anschließender Auswertung.
Der vollständige schriftliche Befund liegt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen vor.
Manche Dienstleister informieren Sie vorab, wenn erste Hinweise auf erhöhte Werte vorliegen. Für Entscheidungen und Dokumentation zählt jedoch der vollständige Bericht – inklusive Einordnung im Hinblick auf den Maßnahmenwert.
Was kostet eine professionelle Legionellenanalyse im Trinkwasser?
Diese Frage steht bei vielen Gesprächen ganz oben. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, aber Sie können die Kosten gut einordnen, wenn Sie die folgenden Bausteine kennen. Je größer und verzweigter die Trinkwasseranlage, desto mehr Proben sind nötig.
Kosten-Faktoren für Legionellenprüfungen
- Probenahme vor Ort ◦ Anfahrt und Zeitaufwand des Probenahmeteams ◦ Anzahl der Entnahmestellen ◦ Dokumentation von Temperaturen und Rahmenbedingungen
- Laboranalyse ◦ Untersuchung jeder Probe auf Legionellen ◦ Qualitätssicherung und Auswertung
- Bericht und fachliche Bewertung ◦ Erstellung des Befundberichts ◦ Einordnung im Hinblick auf Maßnahmenwert und Betreiberpflichten
Wichtig bei der Preisfrage
Schauen Sie nicht nur auf den Endpreis, sondern darauf, was genau enthalten ist. Ein sehr günstiges Angebot nützt wenig, wenn die Probenahme nicht fachgerecht erfolgt oder am Ende nur Zahlen ohne klare Bewertung vorliegen.
Sie benötigen Beratung zur Trinkwasseruntersuchung? Unsere Fachkräfte helfen Ihnen gerne: zum Kontaktformular
Professionelle Trinkwasseruntersuchung auf Legionellen beauftragen
Wenn Sie erstmals eine Untersuchung planen oder den Dienstleister wechseln, hilft ein klarer Blick auf den Gesamtprozess. Wir haben den Ablauf in 4 Schritte unterteilt:
01
Vor-Ort-Termin und Prüfpflicht
Zu Beginn klären wir, ob Sie überhaupt dazu verpflichtet sind, Ihr Wasser testen zu lassen. Ist das der Fall, kontrollieren wir Ihre Anlage akribisch. Wir prüfen, ob Sie die richtigen Ventile an den passenden Stellen verbaut haben und planen punktgenau, wo Wasser entnommen werden muss. Ihr Vorteil: Sie zahlen am Ende wirklich nur für die Tests, die Sie zwingend brauchen.
02
Schriftlicher Nachweis
Sie erhalten von uns immer ein schriftliches Dokument – völlig egal, ob Sie am Ende prüfen müssen oder nicht. Es belegt, dass unser Sachverständiger vor Ort Ihre Beprobungspflicht kontrolliert hat.
03
Unabhängige und zertifizierte Tests
Wir setzen auf externe, nach DAkkS akkreditierte Labore. So können Sie sicher sein, objektive und neutrale Prüfberichte zu erhalten.
04
Befund und Maßnahmenplan
Ist der Prüfbericht auffällig, leitet das Labor den Befund zum zuständigen Gesundheitsamt weiter. In diesem Fall beraten wir Sie kostenfrei zur Gefährdungsanalyse und allen weiteren Schritten. Sind die Werte hingegen unauffällig, planen wir direkt den nächsten Termin mit Ihnen.
Ist der Prüfbericht auffällig, leitet das Labor den Befund zum zuständigen Gesundheitsamt weiter. In diesem Fall beraten wir Sie kostenfrei zur Gefährdungsanalyse und allen weiteren Schritten. Sind die Werte hingegen unauffällig, planen wir direkt den nächsten Termin mit Ihnen.
Suchen Sie einen Anbieter für Trinkwasseranalysen auf Legionellen? Unser Expertenteam berät und unterstützt Sie zuverlässig, um die Trinkwasserhygiene zu sichern oder wiederherzustellen.
Fazit: Die Trinkwasseruntersuchung
Eine professionell durchgeführte Trinkwasseruntersuchung ist ein wichtiges Werkzeug: Sie macht sichtbar, was im Inneren der Leitungen passiert. Sie schafft Klarheit über Pflichten und mögliche Risiken. Sie hilft, Maßnahmen gezielt und mit Augenmaß zu planen.
Ob Sie eine große Wohnanlage verwalten, ein einzelnes Mehrfamilienhaus betreuen oder Verantwortung in einem gewerblich genutzten Gebäude tragen – eine gut organisierte Legionellenprüfung bringt Ihnen vor allem eines: mehr Sicherheit bei Entscheidungen rund um Ihre Trinkwasseranlage und die Gesundheit der Menschen, die es täglich nutzen.
Marco Holz
Marco Holz ist zertifizierter Experte nach VDI 6023 Kategorie A, auf die Risikoabschätzung spezialisiert und Ihr persönlicher Ansprechpartner zum Thema Legionellen.
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