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Nach Risikoabschätzung: Maßnahmen richtig umsetzen

von Marco Holz
Nach Risikoabschätzung: Maßnahmen bei Legionellen richtig umsetzen

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Das Gutachten liegt vor – und jetzt?

Viele Verantwortliche für Trinkwasseranlagen stehen nach der Risikoabschätzung für Legionellen vor der gleichen Frage: Welche Maßnahmen sind jetzt erforderlich? Die gute Nachricht vorweg: Sie müssen jetzt nicht die ganze Anlage sanieren lassen. Und vor allem müssen Sie als Betreiber die technischen Mängel nicht selbst beheben. Ihre Aufgabe ist es, Ruhe zu bewahren, die Ursachen zu verstehen und die richtigen Fachbetriebe (SHK-Handwerker) mit der Umsetzung zu beauftragen. Unsere Gutachter zur Risikoabschätzung nehmen dabei nicht selbst den Schraubenschlüssel in die Hand. Wir liefern Ihnen und Ihrem Handwerker stattdessen den exakten Fahrplan, damit Fehler zielgenau und kosteneffizient behoben werden. Tipp: Sie haben noch keine Risikoabschätzung und suchen einen geeigneten Gutachter? Vermeiden Sie teure Fehler bei der Beauftragung: Risikoabschätzung bei Legionellen: 3 Kostenfallen & wie Sie gute Gutachter finden

Überblick: Nach der Risikoabschätzung

Ursachen verstehen: Schauen Sie sich an, wo genau das Problem liegt.
Prioritäten setzen: Nicht jede Maßnahme muss sofort heute erledigt werden.
Profis beauftragen: Lassen Sie technische Mängel gezielt von SHK-Handwerkern beheben.
Erfolg prüfen: Wir kontrollieren für Sie, ob die Maßnahmen des Handwerkers wirklich gewirkt haben.
Dokumentieren: Heften Sie alle Arbeiten und Messwerte sauber ab.

Welche Ursachen spielen eine Rolle?

Häufig entstehen günstige Bedingungen für Legionellen durch ganz alltägliche Probleme in der Hausinstallation. Das können zum Beispiel sein:
zu niedrige Temperaturen beim Warmwasser oder in der Zirkulation
Wasser, das ewig in der Leitung steht (Stagnationswasser), etwa in einem selten genutzten Gästebad
alte, überdimensionierte Rohre oder Speicher
hartnäckiger Biofilm an den Rohrwänden
Im ersten Schritt zeigen wir Ihnen auf, welche dieser Faktoren in Ihrer Anlage den Ausschlag geben. Denn nur, wenn der Handwerker die Quelle für das Legionellenwachstum kennt, kann er gezielt arbeiten.

Rechtliche Pflichten

Die VDI 6023 beschreibt Anforderungen an Planung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasser-Installationen. Die gesetzlichen Handlungspflichten ergeben sich aus der Trinkwasserverordnung. Erreicht der Befund den technischen Maßnahmenwert für Legionella spec., müssen Betreiber nach § 51 TrinkwasserV bestimmte Schritte einleiten. Die Empfehlung des Umweltbundesamtes erklärt, welche Inhalte eine Risikoabschätzung umfassen soll und wie daraus Maßnahmen abgeleitet werden.
Hygienisches Trinkwasser für Verbraucher ist das Ziel erfolgreicher Sanierungsmaßnahmen nach einem Legionellenbefund.

Wie läuft die Umsetzung in der Praxis ab?

Wenn unser Fachbetrieb für Trinkwasserhygiene das Sanierungskonzept aufstellt, unterteilen wir die Empfehlungen für Ihren Handwerker in der Regel in 3 sinnvolle Schritte:
1) Sofortmaßnahmen für die Sicherheit
Zeigt die Gefährdungsanalyse extrem hohe Werte, geht die Gesundheit vor. Wir empfehlen Ihnen, welche Sofortmaßnahmen nötig sind. Das kann die Information der Mieter sein oder der zeitweise Einbau von endständigen Filtern (Legionellenfilter) direkt an den Duschen. Wichtig: Filter oder eine thermische Desinfektion können die Zeit bis zur dauerhaften Lösung überbrücken. Sie beheben jedoch nicht die Ursache des Legionellenbefunds. Mehr erfahren » Legionellen: Was tun? – Checkliste mit Sofortmaßnahmen
2) Gezielte Reparaturen
Jetzt geht es an die Wurzel des Problems. Sie übergeben unser Gutachten an einen Sanitär-Fachbetrieb Ihrer Wahl. Der Handwerker tauscht dann zum Beispiel gezielt defekte Pumpen aus, stellt die Temperaturen richtig ein oder klemmt alte, ungenutzte Rohre ab. Die goldene Regel: Der Handwerker macht nur das, was die Ursache auch wirklich behebt. Einfach blind neue Armaturen zu verbauen, bringt nichts, wenn das Problem tief unten im Heizungskeller liegt.
3) Große Sanierungen nur, wenn es sein muss
Manchmal reichen kleine Anpassungen leider nicht aus. Wenn die Anlage sehr alt ist oder die Werte trotz Reparaturen hoch bleiben, müssen wir größere Schritte empfehlen. Das bedeutet dann für den Fachbetrieb vielleicht den Einbau eines neuen Warmwasserspeichers oder den Austausch ganzer Leitungsstränge. Zu solchen Sanierungen raten wir Ihnen aber erst, wenn es wirklich keine andere Lösung gibt.

Professionelle Begleitung statt Blindflug

Bei großen Gebäuden mit vielen Wohnungen und einer komplexen Technik reicht eine einfache To-do-Liste oft nicht aus. Ein Sanierungskonzept bringt Struktur in die nächsten Schritte. Es zeigt, welche Maßnahmen Vorrang haben, wann Sie sie umsetzen und wie Sie den Erfolg prüfen. Bei kleinen Objekten reicht häufig eine gezielte Beratung. Hier setzen wir uns einfach zusammen, werten die Daten pragmatisch aus und sagen Ihnen genau, was Sie dem Handwerker in Auftrag geben müssen.

Erfolg kontrollieren und Sanierung dokumentieren

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nur weil ein Handwerker da war, sind die Legionellen nicht automatisch weg. Wir lassen Sie nicht allein, sondern prüfen nach Abschluss der Arbeiten, ob die Anlage jetzt wieder sicher läuft (Legionellenprüfung). Dazu gehören neue Temperaturmessungen und natürlich eine erneute Trinkwasseruntersuchung durch das Labor. Unser Tipp für Ihre Akten: Bewahren Sie alle Laborberichte, Handwerkerrechnungen und Messprotokolle gut auf. So haben Sie gegenüber dem Gesundheitsamt immer einen schriftlichen Nachweis, dass Sie sich vorbildlich gekümmert haben.

Fachberatung zur Risikoabschätzung

Sie haben ein Gutachten vorliegen, wissen aber nicht, was Sie dem Handwerker in Auftrag geben sollen? Unsere Experten beraten Sie zuverlässig und transparent. Wir sanieren zwar nicht selbst, aber wir werten Ihre Risikoabschätzung aus, erstellen Ihnen einen klaren Fahrplan und begleiten die Umsetzung fachgerecht.

Fazit: Erst verstehen, dann handeln

Eine Risikoabschätzung ist ein wichtiges Werkzeug, um die Hygiene in Ihrer Trinkwasseranlage wieder zu sichern. Wenn Sie die Ursachen verstehen, die Maßnahmen klug planen und professionelle Handwerker gezielt steuern, haben Sie das Problem schnell wieder im Griff. Wir unterstützen Sie gerne dabei – als unabhängige Berater mit Augenmaß und Sachverstand. Sprechen Sie uns für eine fachkundige Erstberatung an.
Quellen
VDI: VDI 6023 Blatt 1, Hygiene in Trinkwasser-Installationen, Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung
Umweltbundesamt: Durchführung einer Risikoabschätzung in Bezug auf Legionella spec. gemäß § 51 Trinkwasserverordnung
Bundesministerium der Justiz: Trinkwasserverordnung, § 51

Was passiert im Erstgespräch?

Im gemeinsamen Erstgespräch gehen wir gemeinsam durch das Schreiben vom Gesundheitsamt und planen die genauen Schritte zur Analyse Ihres Trinkwassers und zur nachhaltigen Beseitigung Ihres Legionellenproblems.
Marco Holz – Die Legionellengutachter
Marco Holz
Marco Holz ist zertifizierter Experte nach VDI 6023 Kategorie A, auf die Risikoabschätzung spezialisiert und Ihr persönlicher Ansprechpartner zum Thema Legionellen.

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